Die vernetzte Schule als Antwort auf die Abwanderung in der Prignitz

Am 23.11. fand in Witternberge die erste Veranstaltung in unserem Projekt Bildung im ländlichen Raum statt. An diesem Abend sollte der These nachgegangen werden, ob die vernetzte Schule eine Antwort auf die Abwanderung in der Region sein könnte.

Um diese Frage zu beantworten, stellte Herr Dr. Kröhnert vom Berlin –Institut für Bevölkerung und Entwicklung die Ist-Situation in Brandenburg und speziell im Landkreis Prignitz dar. Besonders markant waren die Ergebnisse beim Lernerfolg der Jungen und Mädchen. So absolvieren die Mädchen im Schnitt höhere Schulabschlüsse und haben auch bessere Noten. Außerdem verdeutlichte Herr Dr. Kröhnert eindrucksvoll wie massiv der Anteil der arbeitenden Bevölkerung in den nächsten zwei Jahrzehnten noch abnehmen wird. Besonders stark wandern demnach besonders weibliche 18 bis 30 jährige aus Brandenburg ab.

Nach diesem Impulsreferat führte Herr Taufenbach durch die Diskussion an der neben Herrn Kröhnert, der Schuldirektor des Marie-Curie Gymnasiums Herr Giske, der bildungspolitische Sprecher der FDP des Landtages in Brandenburg Herr Büttner, auch Herr Bohn von der Koordinierungsstelle „ParMa“ aus Parchim und die anwesenden Zuhörer teilnahmen. Die Interessierten kamen aus allen Generationen, auch wenn es Aufgrund des starken Nebels nicht sehr viele waren.

Die Diskutanten bestätigten, dass die Schule wirklich ein wichtiger Faktor bei der Herausbildung einer regionalen Identität sein kann, die junge Menschen nach der Ausbildung oder dem Studium zur Rückkehr bewegen könnte. Herr Gieske konnte aufzeigen, dass Wittenberge bei der Vernetzung gar nicht so schlecht aufgestellt ist. Daneben müssen aber auch andere Dinge gegeben sein, wie attraktive Jobs und eine Bezahlung, die nicht wesentlich unter der in anderen Regionen Deutschlands liegen sollte.

Einig waren sich auch alle, dass die Prognosen für die Region zwar problematisch sind, aber dies halt auch nur Prognosen sind und sich diese nicht bewahrheiten müssen. Es liege vielmehr an den handelnden Personen vor Ort, die Situation zu verbessern, damit mehr junge Prignitzer in der Region bleiben oder wieder zurückkommen.

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