Ein Zauberberg voll Glück

„Psychologisches Wohlbefinden: Ein Praxisseminar“, vom 12. bis 15. Februar in Gummersbach

Wenn ihr mich fragt: Glück ist das wichtigste im Leben. Also mit dem eigenen Leben zufrieden zu sein und sich in seiner Haut wohl zu fühlen. Ich denke, jeder von uns entwickelt intuitiv einen Lebensstil, um das eigene Glück zu mehren. Wir gründen ein Unternehmen und helfen, aus einer innovativen Idee ein Produkt entstehen zu lassen. Wir fahren nach Tibet um uns staunend vor den Mount Everest zu stellen. Oder wir überraschen unsere Mitbewohnerin mit einer Party und sind im entscheidenden Moment mindestens genauso aus dem Häuschen wie sie. Und warum? Es macht uns glücklich. Wir können uns sagen: „Es ist ein gutes Leben“. Das Thema Glück scheint mir so wichtig, dass ich ihm zusammen mit meinem Freund und Kollegen Lukas Entezami und in Zusammenarbeit mit dem AK Bildung ein eigenes THA Seminar mit 16 Teilnehmenden gewidmet habe.

Möglicherweise ist Glück, oder Wohlbefinden wie Psycholog*innen es nennen, selbst für liberale Verhältnisse ein ungewöhnliches Seminarthema. In jedem Fall macht es neugierig: Unser Praxisseminar war bis auf den letzten Platz ausgebucht und die Warteliste voll. Wegen der geplanten praktischen Übungen bleiben wir bewusst in einer kleinen Gruppe. Praktische Übungen zum Thema Glück? Wir waren gespannt, was das Wochenende bringt.

Ein Beispiel aus unserem Seminar soll zeigen, wie wir das Thema Glück praktisch angegangen sind. Bei der Vorstellung am Freitagabend verzichteten wir auf die üblichen Worte und luden die Teilnehmenden dazu ein, sich in Kleingruppen anhand einer persönlichen Erfolgsgeschichte vorzustellen. Das heißt, die Teilnehmenden erinnern sich zunächst an einen Moment aus ihrem Leben, auf den sie besonders stolz sind. Ein Moment, der sie energetisiert hat und an dem ihreStärken zum Einsatz kamen. Ein persönlicher Erfolgsmoment. Was wäre einer von deinen? Vielleicht der Tag, an dem du Naumann-Stipendiat*in wurdest? Oder als du die ersten Tomaten vom eigenen Balkon gegessen hast? Die Idee ist, dass wir etwas getan haben für unseren Erfolg in diesem Moment: Wir haben unsere Stärken zum Einsatz gebracht. Zum Beispiel haben uns Zielstrebigkeit und  Ausdauer erfolgreich durch den Bewerbungsprozess getragen. Oder unser Sinn für das Schöne und unsere Hingabe haben den Tomatengarten auf unserem Balkon Wirklichkeit werden lassen. Als Seminareinstieg erzählten die Teilnehmenden also eine persönliche Erfolgsgeschichte und sprachenanschließend darüber, welche ihrer Stärken ihnen diesen Erfolg ermöglichten und welche Stärken die Zuhörenden noch in ihrer Erzählung sehen. Eine kraftvolle Glücksstrategie. Während unseres Seminarwochenendes gab es noch häufiger die Möglichkeit zu praktischen Übungen, die sich nicht nur gut anfühlten, sondern auch die Möglichkeit boten etwas Neues über sich selbst herausfinden.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden hatten wir an diesem Seminarwochenende die Themen positives und negatives Gefühlserleben, Zuversicht und Lebensziele, sowie positive Beziehungen diskutiert und erlebt.

Ich danke meinem Freund und Kollegen Lukas Entezami für die großartige Zusammenarbeit während des Seminars. Besonders begeistert haben mich die Aufgeschlossenheit und das Interesse der Seminargruppe. Ich habe mich gefreut, dass wir auch drei nicht-Stipediat*innen für unser Seminar interessieren konnten.

Übung: Dich hat das Thema Glück neugierig gemacht? Als kleine Übung in Sachen Wohlbefinden schlage ich dir vor, jeden Abend drei Dinge aufzuschreiben, für die du an diesem Tag dankbar bist. Es können ganz banale Dinge sein, wie der Anruf eines Freundes oder ein leckeres Essen.

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